Abgerundet wird eine Fotosession erst durch ihr Finish: Der richtige Rahmen für das Bild und den Raum. In diesem Beitrag möchte ich euch gerne ein paar Tipps geben worauf ihr bei der Wahl des Rahmens und der Deko für eure unvergessliche Fotosession achten solltet.

Tip 1: Wahl der Wand

Um ein Bild perfekt zur Geltung zu bringen sucht man als erstes die Wand, an der das Bild hängen soll, bzw. vor welcher es auf einem Möbelstück platziert wird. Lass jetzt diesen Teil des Raumes auf dich wirken: wie ist das Licht dort zu den verschiedenen Tageszeiten, vom wo ist der jeweilige Lichteinfall, wie viel Platz bietet die Wand und in welcher Höhe.

Tip 2: Größe

Abstand zu Wand und Wandfläche legen den Größenspielraum für ein gerahmte Bild fest. Achte darauf, dass das Bild nicht zu winzig ist, und somit verloren wirkt, aber auch nicht zu groß, und somit an der Wand klemmt. Kleinere Flächen sind besser mit kleinen, nah aufgefassten Bildern bestückt. Detailreiche Bilder, z.B. Gruppenaufnahmen, brauchen etwas mehr Platz und Größe.

Trick zur Größenwahl eines Bildes:

Der optimale Betrachtungsabstand eines Bildes sind 2-3x die Bilddiagonale.

Hänge also das 50×70 Familienbild lieber an das Ende des Flurs, wohingegen die nah aufgenommenen Einzelbilder in 13×18 auch toll an die Querwand des Flurs passen.

Jetzt kannst du mit Hilfe eines Zollstocks testen, welche Rahmengröße/n am besten an die gewünschte Wand passt. So kannst du besser aussuchen, wie detailreich dein Bild für die Rahmengröße werden soll.

Tip 3: Form und Dicke

Im nächsten Schritt darfst du nun endlich Rahmen shoppen. Die Rahmendicke hängt stark von der Größe des Rahmens ab. Je größer das Bild, desto mehr optischen Halt braucht man durch einen starken Rahmen. Besonders edel wirkt es, wenn man das Bild im Galerie-Stil im Passepartout rahmt. Achte darauf, dass ein gerahmtes Motiv dann nicht zu klein wird. Dann solltest du lieber auf das Passepartout zugunsten der Bildgröße verzichten.

Die Bilderrahmenfarbe ist zwar entscheidend, wird aber oft aufgrund falscher Vorstellungen gewählt: Wichtiger als die Holzfarbe der Möbel im Raum ist die Wandfarbe und die Farbe der wichtigen Details des Bildes.

Faustregel: die Rahmenfarbe oder Wandfarbe betont immer die gleichfarbigen Elemente im Bild.

Enes dieser beiden sollte immer zurückhaltend sein, damit das Ganze nicht zu bunt wird.

Allgemein gilt:

Man kann also mit dem Rahmen/der Wand steuern, worauf der Betrachter als erstes fokussiert werden soll. Bei einer knalligen Wand braucht es schlichte Rahmen, sonst wird das Auge überfordert.

Tip 4: Motiv

Der Dreierbund aus Wandfarbe, Rahmen und Bild sind am Ende entscheiden für die Wirkung im Raum. Bei einer farbig gestrichenen Wand lohnt es sich schon vor dem Fotografieren zu überlegen, welches Detail dazu passen könnte. Dann muss sich der Bilderrahmen zurückhalten: ein schlichtes, eckiges Profil, und zurückhaltende Farben, wie z.B. Schwarz, helles Holz oder Weiß. Haben wir eine schlichte, weiße Wand, können wir mit der Rahmenfarbe spielen und damit die wichtigen Details des Bildes herausarbeiten.

Tip 5: Mehrere Bilder

Ein toller Effekt auf einer großen Wand entsteht mit Bilderclustern. Das ist ein Schwarm kleiner Bilder in passenden Rahmen, um z.B. eine große Wand zu füllen bei welcher der mögliche Betrachtungsabstand nicht so groß ist (Bsp. Querseite Flur). Auch hier muss man ich wieder das Zusammenspiel aus Wandfarbe, Rahmen und Bildern vorstellen und überlegen, ob die Wand oder der Rahmen das Bilderthema betonen dürfen. Wichtig bei der Bilderauswahl ist hier, daß die Bilder einem Farbthema folgen, z.B. alle blockig bunt, oder alle pastellig im Grünen…

Um Bildercluster aus uneinheitlichen Fotos zu bauen gibt es eine Handvoll Bildbearbeitungs-Tricks, damit das Ergebnis homogen aussieht. Entweder man macht alle Bilder Schwarz-Weiß, oder nur die die, die aus der Art fallen, und ordnet sie Symmetrisch im Cluster an. Besonders schick wirkt der sog. Color-Key Effect. Hierbei ist das Bild Schwarz-Weiss, außer einem knallbunten Element.

Um einen Bildcluster optimal anzuordnen empfiehlt es sich die Rahmen auf dem Boden auszubreiten, und mit ihrer Ausrichtung und Anordnung zu spielen. Entweder als Schwarm, oder als geometrische Form, oder sogar im Zick-Zack die Treppe hinauf können sich Bildercluster ausbreiten.

Sollte man einen Bildcluster planen den man über die Jahre ergänzen möchte, ist es sinnvoll alle Rahmen auf ein Mal zu kaufen. Kaum ein Rahmenhersteller hat über die Jahre ein und die Selbe Rahmenleiste im Sortiment. So umgeht man, dass es die Rahmen irgendwann nicht mehr gibt.

Tip 5a: noch mehr Ideen…

Wenn man zu viele Bilder hat, und diese einfach nicht alle an die Wand passen, ist es auch toll das Lieblingsbild groß aufzuhängen und auf einer Kommode darunter ein Fotobuch auszulegen. Mehr zum Thema Fotobücher erfahrt ihr im nächsten Beitrag.